Auf dem Weg zur Saisonverlängerung in der Holsteinischen Schweiz

Veröffentlicht am 17.03.2017 in Pressemitteilungen

„Wer hat eigentlich auf?“ Diese Frage des Bosauer Hoteliers Sven Sacknieß spiegelte am Dienstag dieser Woche (14.03.2017) den Kern der tourismuspolitischen Diskussion mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zur Ganzjährigkeit im Holsteinische-Schweiz-Tourismus wider. Denn ein einzelner geöffneter Betrieb macht noch keine Wintersaison. Wie so oft, heißt auch hier das Zauberwort Vernetzung.

Meyer war der Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Regina Poersch und der SPD Bosau ins Haus Schwanensee in Bosau gefolgt. Die unterschiedlichen Akteure aus Tourismus und Kommunalpolitik in der Region erlebten eine muntere Diskussion mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der Eutiner SPD-Landtagsabgeordneten und tourismuspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Regina Poersch, dem Hotelier Sven Sacknieß und der Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz Caroline Backmann.

Ergebnis des gut zweistündigen Austausches unter der Moderation der Bosauer SPD-Chefin Birgit Steingräber-Klinke war, dass die Holsteinische Schweiz das Potential für eine ganzjährige Saison hat. Nicht wenige Betriebe sind schon heute ganzjährig buchbar. Es müsse aber auch das Angebot in der Region stimmen. Wenn Museen geschlossen seien und Seerundfahrten Pause haben, müssen Alternativen her. Diese zu entwickeln und zu vernetzen, haben sich die Tourismusakteure vorgenommen. Dass es an Kreativität nicht fehlt, zeigt die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz seit Jahren sehr erfolgreich: Ob Picknick-Sommer oder Nachtgeflüster (dafür gab es den Schleswig-Holstein-Tourismuspreis): An Ideenreichtum mangelt es nicht!

Als eine weitere Herausforderung war der Fachkräftemangel Thema auf der Veranstaltung. Reinhard Meyer machte deutlich, dass sich das Land Schleswig-Holstein mit seiner Fachkräfteinitiative bereits stark engagiere, gemeinsam mit den Partnern der Wirtschaft. Allerdings müsse die Beratung IN den Betrieben noch verstärkt werden. Das habe die bisherige Erfahrung mit der Fachkräfteinitiative gezeigt. Eine Stärkung der dualen Ausbildung wirke dem Fachkräftemangel ebenso entgegen wie eine bessere Wertschätzung der gastgewerblichen Berufe. Letzteres lasse sich nicht verordnen, man könne aber gemeinsam darauf einwirken.

Das musikalische Live-Programm kam vom Trio „Julia, Jaafar und Kristof“, die eindrucksvoll traditionelle arabische Musik mit Holstein-Münchener Liedermacherei verbanden. Zu erleben waren Gitarre, Gesang, Damaskiner Tamburin und Syrische Bambusflöte.