Reginas Montag am Tag nach der Wahl

Veröffentlicht am 08.05.2017 in Aktuelles

Was für eine Wahlschlappe bei der gestrigen Landtagswahl!

In dieser Deutlichkeit hat das niemand kommen gesehen.

Es ist uns nicht gelungen, unsere Themen an die Wählerinnen und Wähler zu bringen. Dabei haben Umfragen uns kontinuierlich durchaus in den Themen und ihrer Bedeutung für die Menschen bestätigt. Die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner waren zufrieden mit der Arbeit der Küstenkoalition. Aus der Schnellanalyse von Infratest-dimap für die SPD:

 „Die SPD hat hohe Kompetenzwerte bei Fragen der sozialen Gerechtigkeit (46 %) und im Bereich der Arbeitsmarkt- (41 %) und Familienpolitik (41 %) und liegt hier deutlich vor allen anderen Parteien. Nicht erreicht werden konnte eine Kompetenzzuschreibung vor allem bei den Themen Wirtschafts- (34 %) und Bildungspolitik (36 %) und in der Kriminalitätsbekämpfung (28 %).

Ministerpräsident Torsten Albig konnte die hohe Zufriedenheit der Schleswig-Holsteiner mit seiner Politik nicht in Stimmen für die SPD ummünzen. 75 Prozent betrachten die Situation im Bundesland als sehr gut bzw. gut. Sechs von zehn (59 Prozent) sind mit den wirtschaftspolitischen Anstrengungen der Landesregierung zufrieden, ähnlich viele attestieren ein gutes Management in der Flüchtlingssituation. Insgesamt erfuhr die Drei-Parteien-Koalition überwiegend positive Bewertungen. Eine klare Mehrheit der Wahlberechtigten (56 Prozent) äußerte sich zufrieden zur Arbeit der Landesregierung, damit schnitt sie besser ab als die letzten drei Landesregierungen in Schleswig-Holstein.

SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig entwickelte an den Wahlurnen eine deutlich geringere Zugkraft als 2012. Dagegen ist die Zahl der SPD-Wähler gestiegen, die vornehmlich wegen der angebotenen Sachlösungen an die Urnen traten. Thematisch stand für die Wahl der Sozialdemokraten vor allem das Thema soziale Gerechtigkeit im Vordergrund, das im Vergleich zur Vorwahl an Bedeutung hinzugewonnen hat.“

Euer Engagement auf der Straße, an Infoständen, an den Haustüren, auf Veranstaltungen und in Gesprächen ist grandios gewesen! Es mag ein kleiner Trost sein, dass die Niederlage nicht an eurem, an unserem Wahlkampf gelegen hat. Ich bin so enttäuscht, dass euer Einsatz (in Kälte und Nässe!) nicht belohnt worden ist!

Ihr habt mich in den letzten Wochen und Monaten ganz stark unterstützt. Dafür bin ich euch von Herzen dankbar!

Über die Landesliste werde ich auch in der neuen Wahlperiode dem Schleswig-Holsteinischen Landtag angehören.

Gestern Abend mochte ich mich gar nicht recht darüber freuen. Zu groß ist die Enttäuschung über das Gesamtergebnis! Ich bin auch so enttäuscht, dass unser Genosse Lutz Schlünsen das Direktmandat in Plön-Nord nicht gewinnen konnte! Gegen die Großwetterlage war nicht gegenanzukommen! Lutz und sein Team haben großartig gekämpft und alles gegeben. Lieber Lutz, du hättest das Direktmandat so sehr verdient gehabt!

Am Wahlabend war ich in Wankendorf, Ascheberg und Eutin bei unseren Genossinnen und Genossen. Die Stimmung war natürlich gedrückt. Aber wie wir auch bei Niederlagen zusammenstehen, das gibt es nur bei der SPD.

Ich freue mich deshalb heute, dass ich euch, liebe Genossinnen und Genossen, weiter im Landtag vertreten darf. Ihr hättet mir gefehlt! Wie sehr ihr mir ans Herz gewachsen seid, habe ich am Wahlabend gespürt.

Und so geht es heute in den Landesparteirat in Kiel, wo das gestrige Ergebnis besprochen und analysiert wird. Morgen früh kommt die Landtagsfraktion zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen, um den Fraktionsvorsitzenden zu wählen.

Meine Woche geht dann weiter mit Aufräumen und Aufarbeiten, aber auch mit Terminen wie dem Sparkassen-Tourismusbarometer, dem AMEOS-Regionalbeirat und dem Schleswig-Holsteinischen Kleingärtnertag in Schönberg am Sonnabend.