„Klare Regeln für Vermietung von Ferienunterkünften über Buchungsportale“

Veröffentlicht am 26.09.2018 in Pressemitteilungen

Kurzbeitrag zu TOP 16 der Landtagsdebatte vom 26.9.2018

„Klare Regeln für Vermietung von Ferienunterkünften über Buchungsportale“

Der Schleswig-Holstein Tourismus boomt.

Das Urlaubsland Schleswig-Holstein ist beliebt.

Unsere Gäste finden uns gut.

Unsere Gäste sollen uns aber nicht nur gutfinden, sie sollen uns auch gut finden.

 

Und hier kommen moderne Online-Buchungsportale ins Spiel.

Sie bieten sich geradezu an als zusätzlicher, als moderner Vertriebskanal.

Sie sind inzwischen nicht mehr wegzudenken.

Gut so!

 

Das Urlaubsland Schleswig-Holstein ist gastfreundlich.

Diese Gastfreundlichkeit müssen wir erhalten, sie ist ein großes Pfund im Tourismus, fragen Sie mal die Dresdner…

Wer vom Fremdenverkehr genervt ist, gibt sich wenig gastfreundlich!

In Schleswig-Holstein ist die Tourismusintensität bundesweit mit am höchsten[1].

Unser Ziel aus der Tourismusstrategie von 30 Millionen statistisch erfasster Übernachtungen bis 2025 haben wir mit 29,9 Mio. schon heute erreicht.

Rechnet man noch die Übernachtungen in Privatunterkünften, Verwandten- und Bekanntenbesuche, Nächte in Reisemobilen und eben Sharing-Angebote hinzu, so kommt man auf eine Zahl von rund 87 Millionen.

Weil gleichzeitig die Aufenthalte kürzer werden[2], braucht es mehr Gäste, um auf diese fantastischen Übernachtungszahlen zu kommen.

Ein Grund genervt zu sein?

Nein!

Oft wird vergessen:

Der Tourismus bringt Wertschöpfung – Bruttoumsatz in Schleswig-Holstein 9,5 Mrd. EUR jährlich. Über 168.000 Beschäftigte.

Allein in Schleswig-Holstein beträgt das Steuer-Aufkommen aus dem Tourismus jährlich 926 Mio. EUR.

Geld, das für eine verbesserte Infrastrukturausstattung enorm wichtig ist.

Und davon profitieren selbstverständlich auch Einheimische!

Die Attraktivität eines Ortes oder einer Region steigt, ein Ferienort hat in der Regel ein gutes Image – übrigens auch bei der Unternehmensansiedlung oder bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften.

 

Der Tourismus tut also in vielerlei Hinsicht gut.

 

Hierzu leisten in Schleswig-Holstein viele ihren Beitrag.

Auch das zeichnet das Urlaubsland Schleswig-Holstein aus.

In den Ferienorten hilft Airbnb im Kampf gegen kalte Betten.

In den Städten hingegen konkurriert Airbnb vermehrt mit der Hotellerie.

Und es kommt zu einer Verknappung und Verteuerung des Wohnraums, da die vermieteten Wohnungen nicht mehr für langfristige Mietverträge zur Verfügung stehen.

Konfliktpotenzial, das wir vermeiden können und sollten.

Zeit, liebe Kolleginnen und Kollegen, für fairen Wettbewerb ein paar Regeln aufzustellen.

Gerecht ist nämlich, wenn für alle die gleichen Regeln gelten.

Vermieter, die Steuern und Abgaben ordnungsgemäß abführen und sich somit an der Finanzierung der touristischen Infrastruktur beteiligen, dürfen nicht benachteiligt werden.

 

[1] 10.372 Übernachtungen je 1.000 Einwohner, Platz 2 nach MV

[2] aktuell 3,9 Aufenthaltstage