Kleine Anfrage 19/51 Ladenöffnungszeiten und Bäderregelung in SH

Veröffentlicht am 18.07.2017 in Abgeordnete

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 19/51
19. Wahlperiode 2017-07-18
Kleine Anfrage der Abgeordneten Regina Poersch (SPD)
und
Antwort der Landesregierung – Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

1. Wie haben sich die Anzahl der im Einzelhandel beschäftigten Personen und der Umsatz des Einzelhandels in Schleswig-Holstein seit 2005 entwi-ckelt? Bitte einzeln nach Jahren aufschlüsseln!

Antwort:
Beschäftigte in Unternehmen 1) des Einzelhandels 2), 3) in Schleswig-Holstein
Berichtsjahr-sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
2005-75 118
2006-78 361
2007-80 431
2008-76 288
2009-76 086
2010-76 486
2011-77 342
2012-81 640
2013 83 059
2014 84 306
2015 86 337

Im Unternehmensregister stehen Unternehmensdaten für das Jahr 2016
nach Lieferung, Einarbeitung und Überprüfung voraussichtlich Ende Juni
2018 zur Verfügung.

1) Unternehmen mit steuerbarem Umsatz aus Lieferungen und Leistungen und/oder
mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Berichtsjahr 2015.
2) bis Berichtjahr 2007, WZ 52 Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen),
Klassifikation der Wirtschaftszweige 2003 (WZ 2003).
3) ab Berichtjahr 2008, WZ 47 Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen),
Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008).
Quelle:
Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, Unternehmensregister, Stand:
2005= 31.12.2007, 2006= 31.12.2008, 2007= 30.09.2009, 2008= 30.06.2010,
2009= 30.04.2011, 2010= 31.05.2012, 2011= 31.05.2013, 2012= 31.05.2014,
2013= 31.05.2015, 2014= 31.05.2016, 2015= 31.10.2017

 

Steuerpflichtige Unternehmen im Einzelhandel und deren steuerbarer Umsatz aus Lieferungen und Leistungen in Schleswig-Holstein 2005 - 2015
Jahr/Wirtschaftszweig (WZ 2003, WZ 2008)1)/Steuerpflichtige 2)/Steuerbarer Umsatz aus Lieferungen und Leistungen
Klassifikation3)-Abteilung-Anzahl-1.000 Euro
2005 WZ 2003 52 13.662 17.171.359
2006 WZ 2003 52 13.370 18.105.463
2007 WZ 2003 52 13.224 17.937.643
2008 WZ 2003 52 13.081 17.051.806
2009 WZ 2008 47 12.987 14.855.978
2010 WZ 2008 47 12.892 15.205.620
2011 WZ 2008 47 12.740 15.213.777
2012 WZ 2008 47 12.568 15.794.304
2013 WZ 2008 47 12.375 16.297.792
2014 WZ 2008 47 12.175 15.819.176
2015 WZ 2008 47 12.094 15.882.306


Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik – Voranmeldung des Berichtsjahres
2016 liegen voraussichtlich im Mai 2018 vor.

1) Ab dem Berichtsjahr 2009 wird die Wirtschaftszweigklassifikation 2008 (WZ 2008) in der
Umsatzsteuerstatistik - Voranmeldungen verwendet. Durch unterschiedliche Abgrenzungen
der Wirtschaftszweige WZ 2008 und WZ 2003, wird die Vergleichbarkeit der
dargestellten Ergebnisse eingeschränkt.
2) Steuerpflichtige, deren Lieferungen und Leistungen mehr als 17 500 Euro betragen.
Ohne Jahreszahler. Sitz der Unternehmung im genannten Land.
3) WZ 2003, Abteilung 52: Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und ohne
Tankstellen); Reparatur von Gebrauchsgütern
WZ 2008, Abteilung 47: Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen)
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, Umsatzsteuerstatistik –
Voranmeldungen

2. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über Auswirkungen der Bäderverordnung
von 2013 auf Beschäftigung und Umsatz im Einzelhandel in
Schleswig-Holstein?


Antwort:
Hierüber liegen der Landesregierung keine Erkenntnisse vor. Weder das
Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein noch der Einzelhandelsverband
Nord konnten hierzu Daten liefern.


3. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, in welchem Umfang
der Einzelhandel in Schleswig-Holstein von den nach Ladenöffnungszeitengesetz
(LÖffzG) möglichen Öffnungszeiten (insbesondere Sonntagsöffnungszeiten)
tatsächlich Gebrauch macht und wie sich die tatsächlichen
Öffnungszeiten seit 2006 entwickelt haben?


Antwort:
Hierüber liegen der Landesregierung keine Erkenntnisse vor. Jede Verkaufsstelle
entscheidet selbst über ihre Öffnungszeiten sowohl hinsichtlich
der Dauer der Öffnung als auch der Anzahl der Sonntage, an denen sie
öffnet. Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Öffnungsmöglichkeiten
müssten in jeder Kommune konkret von allen Verkaufsstellen abgefragt
werden. In der für die Beantwortung Kleiner Anfragen zur Verfügung stehenden
Zeit ist dies nicht möglich.


4. In welchem Umfang machen die in der Anlage zur Bäderverordnung genannten
Tourismusorte von der Sonntagsöffnung Gebrauch? Bitte die in
den jeweiligen Gemeinden bzw. Gemeindeteilen örtlich zulässigen Sonntagsöffnungszeiten
im Rahmen der Bäderverordnung aufschlüsseln.

 

Antwort:
Hierüber liegen der Landesregierung keine Erkenntnisse vor. Aufgrund der
Kürze der Zeit, die für die Beantwortung Kleiner Anfragen zur Verfügung
steht, können verlässliche Daten nicht geliefert werden.

5. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung darüber, in welchem Umfang
der Einzelhandel in den in der Bäderverordnung genannten Tourismusorten
von der Möglichkeit der Sonntagsöffnung tatsächlich Gebrauch
macht?


Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 3.