Wir haben das Geld für Stornos von Klassenfahrten bereitgestellt, jetzt muss es bei den Eltern ankommen

Veröffentlicht am 26.05.2020 in Pressemitteilungen

 

Zur Kritik von Eltern an der nicht gelösten Frage der Stornokosten für abgesagte Schulausflüge und Klassenreisen erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:

 

Die Pressemitteilung kann auch hier angesehen weden.

 

 

,,Viele Schulen und Klassen hatten in diesem Jahr Schulausflüge und Klassenreisen geplant und die Busse frühzeitig gebucht. Dann kam Corona, und die Reisen fielen ins Wasser. Die Busunternehmen, für die solche Klassenfahrten ein wichtiger Teil ihrer Einnahmen sind, haben frühzeitig erklärt, dass sie nicht aus Kulanz auf Stornokosten verzichten würden, weil das ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen würde.

 

Wir haben im Nachtragshaushalt im Einvernehmen der demokratischen Fraktionen drei Millionen Euro in den Einzelplan des Bildungsministeriums (Titel 0710-MG03-67131) aufgenommen, um solche Kosten abzudecken.

 

Es ist deshalb schade, dass uns immer mehr Klagen von Eltern erreichen, dass sie weder das vorausgezahlte Geld erstattet bekommen haben noch eine klare Information erhalten haben, wann das zu erwarten ist.

 

Es ist nachvollziehbar, dass angesichts der Kürze der Zeit seit der Verabschiedung des Nachtragshaushaltes und der starken Belastung der Schulverwaltung noch kein Geld geflossen ist. Aber zumindest hätte inzwischen eine Information der Schulen und Eltern erfolgen können. Sonst ist das Ministerium ja auch nicht so zurückhaltend, wenn es um Dienstanweisungen an die Schulen geht."

 

Serpil Midyatli, die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, ergänzt:

,,Alle Familien sind in der Corona-Krise besonders belastet. Da wäre es ein wichtiges Zeichen, wenn alle Familien schnell Klarheit über die Storno-Kosten erhalten. Es sorgt für große Unruhe an den Schulen, dass dort jetzt Geld für definitiv nicht stattfindende Reisen eingesammelt wird. Wir wollen, dass sie Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler jetzt auf das Wesentliche konzentrieren können."

 

Das Original der Presseerklärung kann hier eingesehen werden.