Zusätzlicher Bahnhalt in Ascheberg auf der Bahnstrecke Kiel-Lübeck

Veröffentlicht am 14.09.2020 in Abgeordnete

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG 19. Wahlperiode, 10.9.2020

Drucksache 19/2375

Kleine Anfrage der Abgeordneten Regina Poersch (SPD)

und Antwort der Landesregierung - Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Vorbemerkung der Fragestellerin:

Nach Zusage der vorherigen Landesregierung sollten die Züge in Ascheberg mit Beginn des Fahrplanwechsels 2018/2019 im Halbstundentakt halten (1). Bis Dezember 2018 sollten die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Die Landesregierung teilte auf Nachfrage im Februar 2019 Verzögerungen im Planfeststellungsverfahren beim EBA (2) mit, welche die zugesicherte Realisierung in 2018 verhinderten. Ein zusätzlicher Halt im Halbstundentakt sei erst möglich, wenn betrieblich ein Zeitpuffer erreicht ist. Dieser sei auf der Strecke nur durch erforderliche Streckenausbauten erreichbar, wie die Vorgängerregierung im Februar 2017 erläuterte. Als Inbetriebnahmezeitpunkt sei nun Ende 2020 geplant (3) .

1 https://wimikiel.com/2017/02/25/mit-dem-ausbau-der-bahnstrecke-kiel-luebeck-bekommt-aschebergden-30-minuten-takt/

2 Eisenbahn-Bundesamt

3 Stand 02/2019

 

1. Kann der zusätzliche Halt in Ascheberg in diesem Jahr eingeführt werden? Wenn ja, wann konkret?

Antwort: Nein.

2. Wenn nicht, warum nicht und welchen Zeitplan hält die Landesregierung für realistisch?

Antwort: Der zusätzliche Halt ist weiterhin erst nach der Fertigstellung der erforderlichen Streckenausbauten zwischen Kiel und Preetz umsetzbar. Aufgrund von noch andauernden Abstimmungen zwischen der DB Netz AG als Vorhabenträgerin (VHT), der Planfeststellungsbehörde (Eisenbahnbundesamt) und der Anhörungsbehörde (Amt für Planfestellung Verkehr (APV)) bezüglich der für ein Planfeststellungsverfahren einzureichenden Unterlagen gibt es leider erhebliche Zeitverzögerungen bei diesem Projekt. Die VHT hat eine erneute Nachbesserung der Unterlagen (Ende August 2020 hinsichtlich des Planfeststellungsabschnitts (PFA) 1; Anfang September 2020 hinsichtlich des PFA 2) beim APV nachgereicht. Die Unterlagen sind jedoch noch immer nicht vollständig, eine abschließende Prüfung kann daher zur Zeit noch nicht erfolgen.